Verkäuferanfragen für Immobilienmakler: Website, Inhalte und Kampagnen
Wie du Verkäuferanfragen strukturiert aufbaust: Website, nötige Objektangaben, regionale Reichweite sowie Leistung und Anzeigenbudget.

Käufer findest du fast überall. Eigentümer sind das Nadelöhr.
Fast jeder Maklerbetrieb, mit dem wir sprechen, sagt denselben Satz: Nachfrage ist da, Objekte fehlen. Also geht es nicht um „mehr Leads“, sondern um eine bestimmte Sorte Anfrage – von Menschen, die überlegen, ihre Immobilie zu verkaufen.
Dieser Artikel ist ein Ratgeber, keine Erfolgsgeschichte. Es stehen keine Kundenzahlen drin, weil wir keine veröffentlichen, die nicht freigegeben und belegt sind.
01Verkäufer und Käufer sind zwei Zielgruppen
Der häufigste Aufbaufehler: eine Website, die alles gleichzeitig will. Objekte zeigen, Team vorstellen, Bewertung anbieten, Suchauftrag einsammeln. Für Eigentümerinnen und Eigentümer fühlt sich das an wie ein Schaufenster für andere Leute.
Verkäuferanfragen für Makler: Website & Kampagnen | Unbunt
- →Sucht konkrete Objekte, vergleicht Angebote
- →Reagiert auf Verfügbarkeit, Preis, Lage
- →Entscheidung oft in Wochen
- →Will Objektdaten, Grundriss, Termin
Eigentümerseite
- →Überlegt, ob und wann überhaupt verkauft wird
- →Will Einordnung: Wert, Ablauf, Unterlagen, Kosten
- →Entscheidung zieht sich oft über Monate
- →Will einen Ansprechpartner, keinen Formular-Trichter
Praktisch heißt das: eine eigene Seite für Eigentümer, mit eigener Überschrift, eigenem Text und eigenem Formular. Nicht ein Kästchen „Sie wollen verkaufen?“ im Footer.
02Welche Inhalte Eigentümer tatsächlich lesen

Die Fragen sind erstaunlich konstant – und sie tauchen fast immer in dieser Reihenfolge auf:
- Was ist mein Objekt ungefähr wert und wovon hängt das ab?
- Wie läuft ein Verkauf ab, Schritt für Schritt?
- Welche Unterlagen brauche ich (Grundbuch, Energieausweis, Grundrisse, Teilungserklärung)?
- Was kostet mich das und wann fällt es an?
- Was passiert bei Sonderfällen: Erbe, Scheidung, vermietetes Objekt, Sanierungsstau?
- Mit wem rede ich – und ist das jemand aus der Gegend?
Wer diese Fragen beantwortet, braucht deutlich weniger Verkaufsrhetorik. Das ist gleichzeitig die Basis für Sichtbarkeit in der Suche: Inhalte, die eine echte Frage beantworten, lassen sich überhaupt erst finden. Wie wir daran arbeiten, steht unter SEO.
03Regionale Reichweite statt Streuung
Ein Maklerbetrieb verkauft nicht bundesweit. Deshalb ist die wichtigste Einstellung keine Kampagnen-Feinheit, sondern die Frage: In welchen Orten willst du Mandate?
Was regional wirklich hilft:
- → Eigene Inhalte je Ort, statt derselbe Text mit ausgetauschtem Städtenamen
- → Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit korrekten Daten
- → Referenzen und Bilder aus der Region, sofern freigegeben
- → Kampagnen, die geografisch eng gesetzt sind statt „ganz NRW“
Klingt unspektakulär und ist trotzdem der Punkt, an dem die meisten Budgets versickern: Reichweite außerhalb des eigenen Einzugsgebiets kostet Geld und bringt Anfragen, die du ohnehin abgeben müsstest.
04Was eine qualifizierte Anfrage ausmacht
„Qualifiziert“ ist kein Gütesiegel, sondern eine Definition, die du vorher festlegst. Sonst diskutiert man am Monatsende über Gefühle statt über Fakten.
- Objektart und Lage sind genannt
- Ungefähre Größe oder Zimmerzahl ist bekannt
- Rolle ist klar: Eigentümer, Erbengemeinschaft, bevollmächtigt
- Zeitrahmen ist grob eingeordnet (jetzt, dieses Jahr, unklar)
- Kontaktweg funktioniert und die Person rechnet mit deinem Anruf
Zusätzliche Pflichtfelder können die Hürde erhöhen. Verpflichtend sollte deshalb nur sein, was du für die Qualifizierung wirklich brauchst – mehr Felder heißt nicht automatisch bessere Anfragen. Welche Balance richtig ist, hängt davon ab, wie viel Zeit dein Team in die erste Rückmeldung stecken kann. Das ist eine betriebliche Entscheidung, keine Marketingregel.
05Agenturleistung und Anzeigenbudget sauber trennen

Zwei Posten, zwei Empfänger. Die Agentur bekommt Geld für Konzept, Texte, Landingpage, Anzeigenmaterial, Einrichtung des Kontos, Betreuung und Auswertung. Das Anzeigenbudget geht direkt an Google oder Meta und wird dort verbraucht – unabhängig davon, wie gut oder schlecht eine Kampagne läuft.
Beispielrechnung – frei gewählte Zahlen, kein Kundenfall:
- → Angenommen, ein Monat bringt 20 Anfragen
- → Angenommen, die Hälfte davon ist qualifiziert: 10
- → Angenommen, daraus entstehen 3 Bewertungstermine
- → Dann hängt alles Weitere an deiner Abschlussquote im Termin
- → Die Zahlen dienen nur der Rechenlogik – deine echten Werte kennst du erst nach der Messung
Genauso ehrlich: Kosten pro Anfrage schwanken stark nach Region, Jahreszeit und Wettbewerb. Wer dir vorher eine feste Zahl nennt, rät. Was man vorher festlegen kann, ist das Budget – und ab wann man abbricht oder nachsteuert.
06Messen, was zählt
Klicks sind das, was am schnellsten gut aussieht. Für dein Geschäft zählt die Kette dahinter: Anfrage, Erreichbarkeit, Termin, Mandat. Deshalb gehört in die monatliche Auswertung nicht nur die Kampagnenoberfläche, sondern auch das, was in deinem Postfach und im CRM landet.
- Anfragen pro Kanal zählen, nicht nur Klicks
- Rückmeldezeit messen – schnelle Rückrufe verändern die Quote spürbar
- Nicht passende Anfragen notieren und Ursache prüfen (Ort, Objektart, Erwartung)
- Landingpage-Texte anpassen, bevor das Budget erhöht wird
- Retargeting nur einsetzen, wenn es zum Ablauf passt – Pflicht ist es nicht
07Referenzen: nur echt und freigegeben
Echte Objekte, echte Bilder, echte Zitate wirken – aber nur mit ausdrücklicher Freigabe der Beteiligten. Erfundene Erfolgsgeschichten sind in einer Region, in der sich alle kennen, ein unnötiges Risiko. Wenn du noch keine freigegebenen Fälle hast, beschreibe stattdessen deinen Ablauf so konkret wie möglich: Das überzeugt Eigentümer erfahrungsgemäß mehr als eine Zahl ohne Kontext.
Wie wir Website und Auftritt aufbauen, steht unter Webdesign. Was bei Kampagnen dazugehört, steht unter Performance Marketing. Für Immobilienunternehmen haben wir außerdem eine eigene Seite: Websites für Immobilienmakler.
Kurzfassung
- Eigentümer brauchen eigene Inhalte, nicht die Käuferseite mit anderem Button
- Wert, Ablauf, Unterlagen, Kosten, Sonderfälle: die sechs Dauerfragen beantworten
- Regional eng bleiben statt breit streuen
- Definition einer qualifizierten Anfrage vorher festlegen
- Agenturleistung und Anzeigenbudget getrennt ausweisen
- Anfragen, Termine und Mandate messen – nicht Klicks feiern
Verkäuferanfragen aufbauen?
Wir schauen uns deine Website, deine Region und deinen Ablauf an und sagen, womit wir anfangen würden. Ohne Versprechen, die niemand halten kann.
Häufige Fragen
Was unterscheidet Verkäuferanfragen von Käuferanfragen?
Käuferinnen und Käufer suchen ein konkretes Objekt und reagieren auf Angebote. Eigentümerinnen und Eigentümer entscheiden über einen Verkauf dagegen selten spontan: Sie informieren sich über Wert, Ablauf und Unterlagen, oft über Monate. Beide Gruppen brauchen deshalb eigene Inhalte, eigene Formulare und eine eigene Ansprache.
Welche Angaben braucht eine Anfrage, damit sie qualifiziert ist?
Sinnvoll sind Objektart, Lage, ungefähre Größe, Zeitrahmen, Rolle der anfragenden Person (Eigentümer, Erbengemeinschaft, Bevollmächtigte) und ein erreichbarer Kontaktweg. Was genau abgefragt wird, sollte zum Verkaufsprozess passen. Zusätzliche Pflichtfelder können die Hürde erhöhen, deshalb sollten nur Angaben verpflichtend sein, die du für die Qualifizierung wirklich brauchst. Mehr Pflichtfelder bedeuten nicht automatisch bessere Anfragen.
Wie hängen Agenturleistung und Werbebudget zusammen?
Das sind zwei getrennte Posten. Die Agentur wird für Konzept, Landingpage, Anzeigenmaterial, Einrichtung und Betreuung bezahlt. Das Anzeigenbudget geht direkt an Google oder Meta. Wir legen beides getrennt aus, damit erkennbar bleibt, wofür welches Geld ausgegeben wird.