22. September 20267 Min. LesezeitUnbunt Redaktion

    Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb?

    Warum Angebote für Handwerker-Websites so unterschiedlich ausfallen – und welche Punkte den Preis wirklich bestimmen. Ohne Fantasiepreise.

    Flat Design Illustration: Website-Bausteine und Werkzeuge als Sinnbild für ein Website-Projekt im Handwerk

    Du willst eine Zahl. Verständlich.

    Nur: Ein Preis ohne klar beschriebenen Umfang ist nicht vergleichbar. Feste Pakete sind völlig in Ordnung, solange dokumentiert ist, was drinsteckt – wir arbeiten selbst mit festen Paketen. Ohne diese Beschreibung weißt du eben nicht, was du vergleichst. Eine Seite für einen Trockenbaubetrieb mit vier Unterseiten und vorhandenen Fotos ist etwas anderes als ein Relaunch mit 40 Bestandsseiten, Stellenbereich und Bildproduktion auf der Baustelle.

    Also machen wir es andersherum: Hier stehen die Punkte, die den Preis bestimmen. Damit kannst du jedes Angebot lesen – auch unseres.

    01Der Umfang entscheidet. Nicht das Bauchgefühl.

    Flat Design Illustration: Bausteine einer Website von Startseite bis Kontaktformular
    Erst der Umfang. Dann der Preis. Nie andersherum.

    Der größte Unterschied zwischen zwei Angeboten liegt selten am Stundensatz. Er liegt daran, dass zwei unterschiedliche Projekte beschrieben werden. Diese Punkte bestimmen den Aufwand:

    • Seitenanzahl: Startseite, Leistungen, Referenzen, Team, Stellen, Kontakt – jede Seite ist Aufwand
    • Inhalte: liegen Texte vor, oder müssen sie geschrieben werden?
    • Bilder: gibt es brauchbare Fotos von Betrieb und Baustelle, oder braucht es eine Produktion?
    • Gestaltung: individuelles Design oder Anpassung eines vorhandenen Systems
    • Funktionen: Kontaktformular, Rückrufwunsch, Stellenbereich, Bewerbungsstrecke, Galerie
    • Relaunch: Wie viele bestehende Seiten gibt es, und was passiert mit ihren Adressen?
    • Schnittstellen: Bewerbungstool, Warenwirtschaft, Terminsystem, Newsletter

    Kurz: Nicht "Website" ist der Preistreiber, sondern alles, was drumherum geklärt werden muss.

    02Inhalte und Bilder: der unterschätzte Posten

    Viele Projekte hängen nicht an der Technik, sondern an Inhalten. Wenn die Leistungstexte noch nicht existieren und die Bilder aus dem Handy-Ordner vom letzten Sommer stammen, entsteht Arbeit, die im Angebot auftauchen muss – bei uns oder bei dir im Betrieb.

    Beides ist möglich. Nur eins geht nicht: so tun, als wäre es kostenlos. Wenn du Texte und Fotos selbst lieferst, sinkt der Aufwand. Wenn wir sie erstellen, steigt er. Diese Entscheidung gehört ins Erstgespräch, nicht in die letzte Rechnung.

    03Relaunch ist kein Neubau auf freiem Feld

    Hat dein Betrieb schon eine Website, die bei Google gefunden wird, ist der Relaunch ein eigenes Thema. Bestehende Adressen müssen auf die neuen Seiten weitergeleitet werden, sonst laufen Besucher und Suchmaschinen ins Leere. Das ist planbare Arbeit, aber Arbeit.

    Wie das strukturiert abläuft, steht in unserer Relaunch-Checkliste.

    04Laufende Kosten gehören getrennt ausgewiesen

    Domain, Hosting, Updates, Backups, inhaltliche Pflege: Das sind wiederkehrende Posten. Sie gehören nicht in denselben Topf wie die einmalige Umsetzung. Sonst vergleichst du später Äpfel mit Wartungsverträgen.

    • Einmalig: Konzept, Gestaltung, Umsetzung, Inhalte, Umzug
    • Laufend: Domain, Hosting, technische Updates, Sicherung
    • Nach Bedarf: neue Seiten, neue Referenzen, Stellenanzeigen, Änderungen

    05Beispiel: ein klar begrenztes Projektbriefing

    Das Folgende ist ein Beispiel. Kein Kundenprojekt, kein Ergebnis, keine Referenz – sondern die Art von Briefing, mit der ein Angebot überhaupt erst belastbar wird.

    Beispielbriefing: Bau- oder Trockenbaubetrieb, 18 Mitarbeitende

    • Ziel: Anfragen für Innenausbau und zwei offene Stellen sichtbar machen
    • Umfang: Startseite, drei Leistungsseiten, Referenzen, Über uns, Stellen, Kontakt
    • Inhalte: Betrieb liefert Leistungsbeschreibungen, Agentur überarbeitet sie
    • Bilder: vorhandene Baustellenfotos, Auswahl und Freigabe durch den Betrieb
    • Funktionen: Kontaktformular, Rückrufwunsch, einfache Kurzbewerbung
    • Bestand: alte Website mit rund 12 Seiten, Adressen werden zugeordnet
    • Nach dem Start: Einweisung für zwei Personen im Betrieb

    Mit so einem Briefing lassen sich Angebote nebeneinanderlegen. Ohne nicht.

    06Fragen fürs Erstgespräch

    Nimm diese Fragen mit – egal, mit wem du sprichst:

    • Welche Seiten sind im Preis enthalten, und was kostet eine zusätzliche?
    • Wer schreibt die Texte, wer wählt die Bilder aus?
    • Wird individuell gestaltet oder ein vorhandenes Template angepasst?
    • Was passiert mit den Adressen meiner bisherigen Seiten?
    • Welche Funktionen sind enthalten, welche kosten extra?
    • Welche Kosten laufen nach dem Start monatlich oder jährlich weiter?
    • Kann ich Inhalte selbst pflegen – und werde ich dafür eingewiesen?
    • Gehören mir Domain, Zugänge und Inhalte?
    • Wie lange dauert das Projekt, und woran hängt der Termin?

    07Wo du eine Orientierung bekommst

    Wenn du eine erste Einordnung willst, ohne zu telefonieren: In unserem Website-Konfigurator stellst du dir den Umfang zusammen und siehst die dort hinterlegten Konditionen. Das ist eine Orientierung, kein Vertrag – das verbindliche Angebot entsteht nach dem Gespräch.

    Unsere Preisrahmen für Website, Logo, Design und Werbung stehen gesammelt auf /preise.

    Mehr zum Vorgehen bei Websites steht auf /webdesign. Branchenspezifisch wird es auf den Seiten für Bauunternehmen und Trockenbaubetriebe.

    LIEBER EINMAL DURCHSPRECHEN?

    Umfang klären, Fragen stellen, danach ein Angebot, das du lesen kannst.

    Häufige Fragen

    Warum nennt ihr hier keinen festen Preis für eine Handwerker-Website?

    Weil der Preis vom Umfang abhängt: Seitenanzahl, vorhandene Inhalte und Bilder, Grad der individuellen Gestaltung, Funktionen wie Formulare oder Stellenbereich und die Frage, ob es ein Relaunch mit bestehenden URLs ist. Eine Zahl ohne diesen Umfang wäre geraten. Eine Orientierung bekommst du über unseren Konfigurator unter /webdesign-buchen, ein verbindliches Angebot nach dem Erstgespräch.

    Was macht eine Website teurer, als viele erwarten?

    Meistens drei Dinge: fehlende Inhalte und Fotos, die erst erstellt werden müssen, ein Relaunch mit vielen bestehenden Seiten, die sauber weitergeleitet werden müssen, und Schnittstellen zu anderen Systemen, etwa zu einer Bewerbungs- oder Warenwirtschaftslösung.

    Sind Hosting, Domain und Pflege im Website-Preis enthalten?

    Bei uns stehen diese Posten getrennt im Angebot. Die einmalige Umsetzung ist das eine, laufende Kosten für Domain, Hosting, Updates und inhaltliche Pflege das andere. Lass dir beides getrennt ausweisen, sonst kannst du Angebote nicht vergleichen.

    Woran erkenne ich, ob zwei Angebote vergleichbar sind?

    Wenn beide dieselben Punkte benennen: Seitenanzahl, wer Texte und Fotos liefert, ob gestaltet oder ein Template angepasst wird, welche Funktionen enthalten sind, wie mit bestehenden URLs umgegangen wird, was nach dem Start passiert und wem die Daten und Zugänge gehören. Fehlt einer dieser Punkte, fehlt der Vergleich.

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